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Was ist eine Skoliose?

Unter einer Skoliose versteht man die Verdrehung und Verbiegung der Wirbelsäule. Dabei sind sowohl Lendenwirbel als auch Brust- und Halswirbel betroffen. Sichtbar sind diese Veränderungen durch einen Rippenbuckel und/oder Lendenwulst. Spürbar ist für die Betroffenen eine mangelnde Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Rippen. Dadurch entstehen Fehlbelastungen und daraus resultierende Schmerzen.

80% der Skoliosen sind angeboren, wobei die Ursache unbekannt ist, nur 20% entstehen durch Muskel- oder Nervenerkrankungen.

Die ersten Anzeichen einer Skoliose lassen sich bereits im Kindesalter entdecken, dabei sind Mädchen im Verhältnis 4:1 häufiger betroffen als Jungen.

Je länger eine Skoliose unbehandelt besteht, desto größer sind ihre Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Je nach Ausprägung können sich nicht nur die einzelnen Wirbelkörper in ihrer Knochenstruktur und Form verändern, es kann auch durch die veränderte Rippenposition zu Beeinträchtigungen der Atmung und der Herzleistung kommen. Die Folge davon ist eine verminderte Leistungsfähigkeit. Bei ausgeprägten Skoliosen können auch Beeinträchtigungen anderer innerer Organe durch deren Einengung entstehen.

Ohne Behandlung kommt es unweigerlich zu einer Verschlechterung der Verformungen, je nach Befund kann sich das Krankheitsbild pro Jahr um  1 Grad verschlechtern.

Was ist eine Hyperkyphose?

Wie die Skoliose zählt auch die Hyperkyphose zu den Wirbelsäulenfehlformen.
Unter einer Hyperkyphose versteht man die Verbiegung der Brustwirbelsäule in Richtung eines Rundrückens mit zunehmender Versteifung der Wirbel. Häufige Ursachen sind Morbus Bechterew, Morbus Scheuermann und Osteoporose.
Auch bei einer Hyperkyphose kann es zu Einschränkungen der inneren Organe, der Atmung und der Herzleistung kommen. Durch die Fehlbelastung der Wirbelkörper und der Rippen können Schmerzen und massive Bewegungseinschränkungen entstehen.

Skoliosetherapie nach Katharina Schroth

Katharina Schroth wurde 1894 in Dresden geboren. Sie litt selbst unter einer ausgeprägten Skoliose und fand heraus, dass sie durch gezielte Atmung und intensive Haltungsregulation die Verformung ihrer Wirbelsäule positiv beeinflussen konnte. Ihre jahrelange Arbeit an sich und später an anderen Betroffenen führte ihre Tochter Christa Lehnert-Schroth in einem kleinen Kurheim in Bad Sobernheim fort. Die Klinik wurde 1995 an die Asklepius-Gruppe übergeben, ein zweites Skoliose-Zentrum entstand in Bad Salzungen, wo unsere Therapeuten Tanja Roth und Uwe Bätz ihre Ausbildung zum Schroth-Therapeuten absolvierten.
Wesentlicher Bestandteil der Therapie ist die korrekte Drehwinkelatmung. Über sensomotorische Rückkopplungsmechanismen wird das Haltungs- und Bewegungsempfinden der betroffenen Patienten trainiert, um eine selbständige Korrektur der Krümmungen in allen drei Dimensionen (Seitneigung, Verdrehung, Vorwärts- und/oder Rückwärtsneigung) zu erreichen.
Elementar für die Behandlung ist eine korrekte und intensive Befundaufnahme, bei der anhand der Röntgenbilder und des Sicht- und Bewegungsbefundes am Patienten ein Therapieplan erstellt wird. Dieser Plan ist sehr individuell und bedarf einer ständigen Kontrolle und Anpassung durch die Therapeuten.
Unabdingbar für den Erfolg der Therapie ist ein intensives Heimübungsprogramm, das die Patienten selbständig ausführen und auch im Alltag einsetzen sollen.